Bundesverband Mittelständischer Werte-Logistiker e.V.

Bequem bargeldlos?! – Kostet, auch unsere Souveränität!

Berlin, 17.05.2020 – In der Corona-Krise stoßen Banken und Einzelhandel einmütig in dasselbe Horn. Zahlt bargeldlos! „Während der Deutsche Einzelhandel mit Kartenzahlungen seine Mitarbeiter vor einer äußerst unwahrscheinlichen Infektion mit dem Coronavirus über die Annahme von Bargeld zu schützen sucht, setzen die Geschäftsbanken ihren Feldzug gegen das Bargeld fort“, betont Bernd Herkströter die aktuellen Erkenntnisse einer Auswertung von Horst Biallo.

„Nachdem die Geschäftsbanken Bargeld eher mit spitzen Fingern anfassen, sollte der Einzelhandel aus Sicht der Deutschen Bundesbank als Ausweichsystem für die Bargeldverteilung dienen“, so der BMWL Vorsitzende Herkströter.

Kartenzahlungen mit intransparenten Kosten

Laut Biallo verlangt jede zweite Bank eine Gebühr für Kartenzahlungen von bis zu 70 Cent. Zudem seien die Kosten nur schwerlich nachvollziehbar und daher äußerst intransparent. „Kartenindustrie und Banken nutzen zudem die Bequemlichkeit und Technikaffinität der Bevölkerung im Krieg gegen das Bargeld aus“, so Herkströter weiter. Die Kosten dieser Entwicklung? Nicht weniger als die individuelle und unternehmerische Selbstbestimmt!

BMWL kämpft für Bargeld und selbstbestimmtes Handeln

Der Bundesverband Mittelständischer Werte-Logistiker setzt sich wie kaum ein anderer Verband für den Erhalt des Bargeldes ein. „Bargeld ist als Wertaufbewahrungsmittel und europaweit als einziges gesetzliches Zahlungsmittel anerkannt. Allerdings stellen wir seit vielen Jähren fest, dass die Kartenhersteller gestützt von Geschäftsbanken einen Krieg gegen das Bargeld führen“, betont Bernd Herkströter.

99-Cent-Preis-Einzelhandel für Abschaffung des Bargeldes?

Dass nun auch der 99-Cent-Preis-Einzelhandel auf diesen Zug aufspringe, sei mehr als tragisch. „Nachdem die Geschäftsbanken Bargeld eher mit spitzen Fingern anfassen, sollte der Einzelhandel aus Sicht der Deutschen Bundesbank als Ausweichsystem für die Bargeldverteilung dienen“, so der BMWL Vorsitzende. Dem stünde aber das Anti-Bargeldverhalten des Handels in der Corona-Krise entgegen. „Unter dem Strich müssen die verantwortlichen Politiker in Deutschland endlich handeln“, so Herkströter abschließend. Es stehe zu befürchten, dass Banken, Handel und die Akteure des unbaren Zahlungsverkehrs das Bargeld faktisch abschafften.

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