Bundesverband Mittelständischer Werte-Logistiker e.V.

BMWL im Austausch mit der Bundesbank

Berlin, 26.03.2020 – In Zeiten von Corona ist es bereits geübte Praxis, via Telefonkonferenz zu kommunizieren. So „trafen“ sich am Mittwoch, dem 25. März auch das Bundesbankvorstandsmitglied Dr. Johannes Beermann und der BMWL Vorsitzende Bernd Herkströter zu einem telefonischen Austausch. Im Fokus des Gespräches befand sich die Bewertung der Lage aus Sicht des Mittelstandes in der Bargeldversorgung.

Der BMWL Vorsitzende Herkströter erläutert in einer Telefkonferenz mit dem Bundesbankvorstandsmitglied Dr. Beermann die Lage bei den Geld- und Wertdienstleistern des Mittelstandes.

„Zur Zeit ist die Situation aus unserer Sicht gut. Dabei können wir als Mittelstand auf Erfahrungen aus der HEROS-Krise sowie der Finanz- und Wirtschaftskrise zurückgreifen. Wir sind uns unserer gesamtgesellschaftlichen Bedeutung bewusst und werden diese mit der Verlässlichkeit des Mittelstandes wahrnehmen“, betonte Bernd Herkströter.

Behördliche Unterstützung zur Mobilitätssicherung erforderlich

Der BMWL Vorsitzende äußerte sich gegenüber dem Bundesbankvorstandsmitglied Beermann auch hinsichtlich möglicher Herausforderungen der Mobilität von Geld- und Wertdienstleistern. Sollte die Bewegungsfreiheit auf Grund der Coronavirus-Krise weiter eingeschränkt werden, müsste die Mobilität von Mitarbeitern und Fahrzeugen gewährleistet werden. „Ansonsten könnte es bei der Bargeldversorgung zu Engpässen kommen. Denn obwohl unsere Branche als Kritische Infrastruktur anerkannt ist, liegen uns keine gesonderten Freifahrtscheine für unsere Mitarbeiter oder unsere Transportfahrzeuge vor“, so Herkströter weiter. Der BMWL werde nun an die Verantwortlichen der Länder herantreten, um Lösungen herbeizuführen. „Denn wie kommt das Bargeld ansonsten von den Bundesbankfilialen in den Einzelhandel oder in die Geldausgabeautomaten, wenn wir nicht fahren dürfen“, stellt Bernd Herkströter eine entscheidende Frage.

Coronavirus-Hysterie des Handels gegenüber Bargeld ist gefährlich

Im Gespräch mit Dr. Beermann betonte Bernd Herkströter auch, dass das Verhalten des Deutschen Einzelhandels im Umgang mit Bargeld nicht nachvollziehbar und unverhältnismäßig sei. Der Appell, zum Schutz der Mitarbeitenden auf Bargeldzahlungen zu verzichten, erscheine dabei zunächst nachvollziehbar. „Doch vor dem Hintergrund, dass gerade die Bundesbank im Schulterschluss mit René Gottschalk, Infektiologe und Leiter des Gesundheitsamts der Stadt Frankfurt am Main, die Infektionsgefahr für gering erachtet, wirken solche Appelle eher verunsichernd. Sie sind für unsere Branche und die Selbstbestimmtheit der Bürgerinnen und Bürger gefährlich“, betont Herkströter. Schließlich sei Bargeld im Euroraum das einzig gesetzlich anerkannte Zahlungsmittel.

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