Bundesverband Mittelständischer Werte-Logistiker e.V.

BMWL warnt – Handel betreibe Corona-Hysterie gegen Bargeld

Berlin, 24.03.2020 – Wer dieser Tage im Groß- und Einzelhandel unterwegs ist, stößt zuweilen auf Durchsagen, dass zum Gesundheitsschutz der Mitarbeiter an den Kassen möglichst unbar bezahlt werden solle. Denjenigen, die dennoch in barer Münze zahlen wollen, wird zum Teil eine illustre Plastikschale angereicht. „Es ist sicher richtig, dass wir uns alle unsere gegenseitigen Verantwortung für den Gesundheitsschutz bewusst sind. Was der Handel hier in Teilen produziert, grenzt jedoch an Hysterie. Das ist wenig hilfreich und schürt höchsten Ängste“, betont der BMWL Vorsitzende Bernd Herkströter.

BMWL Vorsitzender Bernd Herkströter empfiehlt: „Bei der Nutzung von Bargeld ist die Ansteckungsgefahr laut Bundesbank äußerst gering. Daher sollte bei großem Verständnis für Schutzmaßnahmen von Mitarbeitern die Ruhe bewahrt werden.“

Dabei beruft sich Herkströter auf die Aussagen des Bundesbankvorstands Johannes Beermann und des InfekRené Gottschalk, Infektiologe und Leiter des Gesundheitsamts der Stadt Frankfurt am Main, der in einer Pressekonferenz am 17. März darauf hingewiesen hat, dass die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus über Bargeld äußerst gering ist.

Bargeld ist und bleibt das einzige gesetzlich anerkannt Zahlungsmittel

Für Bernd Herkströter, der seit über 20 Jahren in der Geld- und Wertdienstleisterbranche als Unternehmer tätig ist, setzt sich durch das Verhalten des Handels hier ein roter Faden der als „War on Cash“ bekannten Kampagne fort. Ziel dieser Kampagne durch Kredit- und Debitkartenbetreiber sowie die Kreditwirtschaft und Banken forcierten Kampagne ist die Abschaffung des Bargeldes; und damit eine Angriff auf die unmittelbare Souveränität der Bürgerinnen und Bürger. „Denn eine Welt ohne Bargeld hat zur Folge, dass unser Recht auf Selbstbestimmtheit auf Grund maximaler Nachvollziehbarkeit unseres Konsumverhaltens erheblich eingeschränkt beziehungsweise kontrollierbar wird“, so Herkströter.

Augenmaß bei der Kommunikation bewahren – gerade in Krisenzeiten!

Dass der Handel nun möglicherweise auch diese Kampagne bewusst oder unbewusst unter dem Siegel des Mitarbeiterschutzes unterstütze, sei sehr verwunderlich. „Schließlich haben führende Vertreter des Deutschen Einzelhandels noch auf der CashCon 2020 in Köln im Januar ein deutliches Statement für das Bargeld abgegeben“, so der BMWL Vorsitzende. Er appelliert an den Deutschen Einzelhandel auch und gerade in Zeiten des Coronavirus mit Augenmaß zu kommunizieren. „Durchsagen, die zum Schutz der Mitarbeiter einen Zusammenhang zwischen Bargeld und dem Coronavirus herstellen, erscheinen mir in dieser Situation wenig hilfreich!“

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